
TG-Athleten trotzten der Sommerhitze
Hs.- Vor Beginn der Ferien- und Urlaubszeit ist Trebur noch einmal Anlaufstelle für die Leichtathleten in der Rhein-Main-Region. Aber lange wurde in der TG hin und her diskutiert, was in dieser Saison aus dem Sportfest wird. Zum guten Schluss entschied man sich für die Fahrt über den Rhein getreu dem Motto: Mal sehen, wie es sich entwickelt.
Und die Gastgeber hatten wirklich alles getan, um die Veranstaltung so erträglich wie möglich zu gestalten. An allen relevanten Stellen waren Pavillions aufgestellt, um auch auf dem Platz wenigstens ein bisschen Schatten zu haben. Besser noch: Am Start, im Ziel und an der Weitsprunganlage standen große Wasserwannen mit Schwämmen, damit sich alle Beteiligten auch hin und wieder etwas abkühlen konnten. Alle Teilnehmer waren schon vorab aufgefordert, auch privat für ausreichend Kühlung zu sorgen. Unsere Athleten waren gut versorgt und Trainer Karl-Hermann Hassemer hatte noch die große Kühlbox mit Getränken und Melonenstücken dabei. So ausgestattet bereiteten sich alle auf ihren Auftritt vor.



Als erstes gingen Anette Sigwart (W60) und Laureen Brilon (wU18) in die Startblöcke über 100m. Anette war vor wenigen Wochen noch beim Ingelheimer Halbe auf der halben Marathonstrecke zu sehen, jetzt in Trebur versuchte sie sich über 100m und 200m. Auch für Laureen war es der erste Start für die TG, natürlich mit der dazu gehörigen Nervosität. Die aber war unbegründet, mit 15,79 sec lief sie ein gutes Einstiegsrennen und kam knapp vor Anette, für die die Uhr in ihrem ersten 100m-Lauf bei 16,77 sec stehen blieb, ins Ziel. Nicht ganz so gut lief es bei Hildegard Hassemer. Sie hatte sich nach einer langen und hartnäckigen Erkältung fürs Kugelstoßen entschieden, dort musste sie sich aber an dem Abend noch einmal mit 6,48m zufrieden geben.


Dann der erste große Auftritt von Mareike Weber (wU20). Ihr schien die Hitze überhaupt nichts auszumachen, getreu dem Motto: Das ist genau mein Wetter. Und das war es dann auch. Nach einem blitzsauberen Start löste sie sich etwa nach der Hälfte der 100m-Distanz und zog uneinholbar davon. In 12,91 sec pulverisierte sie ihre bisherige Bestleistung und gewann als einzige unter 13sec die 100m-Konkurrenz.



Sie hatte sich genauso wie Anette und Laureen auch noch für die 200m entschieden. Allerdings nahm sie noch „ganz nebenbei“ den Weitsprung mit. Auch hier blitzte ihr Talent auf, als bei 4,69m mit PB noch der Hinweis auf eine persönliche Bestleitung bekannt gegeben wurde.


Und an diesem Abend ging es Schlag auf Schlag. Auch Maximilian Weber (U18), Mareikes jüngerer Bruder schnürte die Spikes für die kurze Sprintstrecke. Er durfte sich am Ende ein paar Sekunden ärgern, denn mit 13,00 sec fehlte ihm nur ein Wimpernschlag für die erste Zeit im „12er-Bereich“. Trotzdem auch für ihn eine neue Bestleistung und deshalb kein Grund für lange Trauer.
Dann das große Finale über die halbe Stadionrunde. Dieses Mal musste Mareike als erste des Trios in den Startblock. Sie flog geradezu über den erhitzten Tartan und konnte sich im Ziel mit 26,90 sec über die dritte Bestleistung beim dritten Start freuen. Angespornt von ihr gingen Anette und Laureen auf die 200m-Distanz. Hier schwang bei beiden sicher noch der Respekt über die Streckenlänge mit. Am Ende kehrte Anette die Reihenfolge aus dem 100m-Lauf um und kam in 36,10 sec vor Laureen in 37,44 sec über die Ziellinie.



Dann nachdem alle mitgebrachten Getränke und Obststücke aufgebracht waren und nach einer kurzer Verschnaufpause hatten sich alle ihre Bratwurst redlich verdient bevor es wieder über den Rhein zurück nach Hause ging.
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